|
|
Java - Wiege der indonesischen Zivilisation
Heimat der aktiven Vulkane
Exotische Leckerbissen zu erschwinglichen Preisen
Neben Sumatra, Kalimantan und Lulawesi ist Java eine der vier großen Hauptinseln Indonesiens und liegt zwischen Borneo im Norden und Sumatra im Westen im Indischen Ozean. Mit über 900 Einwohnern/km² weist Java eine der höchsten Bevölkerungsdichten der Welt auf. Jakarta, die Metropole der Inselrepublik Indonesien, befindet sich auf Java. Gebräuchlich wurde infolge eines gewaltigen Wachstumsschubs bereits der Name Jabotabek, denn die Hauptstadt Jakarta wächst längst mit den Nachbarstädten Bogor, Tangerang und Bekasi zusammen.
Auf Java befinden sich die modernsten und wohlhabendsten Städte Indonesiens, dennoch sind die Kontraste dieser Insel unübersehbar. Hier liegen auch glanzvolle Macht und ohnmächtiges Elend dicht beieinander. Die Insel ist derart überbevölkert, so dass alljährlich Tausende verarmter Bauern freiwillig an einem Umsiedlungsprogramm teilnehmen. Die fruchtbarsten Landstreifen der Erde sind auf Java anzutreffen, und 80% der Bevölkerung leben auf dem Land. Java ist gleichzeitig das Machtzentrum der größten islamischen Nation der Welt. 91% der Javaner sind Muslime, und Konflikte zwischen Muslimen und der christlichen Minderheit bleiben nicht aus.
Traditionelle Javaner leben im Zentrum und im Osten der Insel. Sie stellen auch den Hauptteil der Bevölerung dar. Die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe, die Sundanesen, sind auf Westjava zu Hause. Alle Bevölkerunsggruppen haben ihr eigenes Wesen und auch ihr eigenes Verhältnis zum Islam, verflichten sich aber auch alle besodneren Werten im gesellschaftlichen Umgang wie Höflichkeit, Selbstbeherrschung, Altersweisheit, Respekt und gute Manieren.
Die meisten Touristen, die nach Jaya einfliegen und in Jakarta ankommen, setzen ihre "Entdeckungsreise" baldmöglichst nach Yogyakarta fort und landen irgendwann dann auf Bali. Aber trotz aller gesellschaftlichen Probleme, trotz Armut, Lärm udn Verkehr wartet die Insel Jaya mit sinnesfreudigen Erlebnissen auf.
Die größte Metropole Indonesiens hat heute schätzungsweise 10 Millionen Bewohner. Ihr Wachstum ist kaum aufzuhalten. Die Hälfte des Bevölkerunsgzuwachses ist sicherlich auf eine Zuwanderung von Landbewohnern zurückzuführen. Die grelle Anziehunsgkraft Jakartas wirkt vornehmlich auf junge Menschen, die aus dem monotonen Alltagsleben eines javanischen Dorfes ausbrechen und zur Hauptstadt ziehen, um dort Arbeit zu finden. In Jakarta wird ein städtisches Flair vermisst, es ist die Ansammlung von Dörfern
geblieben. Und alles, was Jakarta geprägt hat, ist aus den Provinzen oder auch aus dem Ausland gekommen. So hat sich auch in Jakarta ein fundierter Gegensatz zwischen Arm und Reich manifestiert. Schon dicht hinter den prunkvollen Verwaltungspalästen beginnen die Slums. Gewaltige Anstrenungen hat die Stadtverwaltung in den letzten Jahrzehnten unternommen, um die Lebensqualität der Bewohner zu erhöhen. Um den gewaltigen Zuwanderungsschub aufzufangen, hat Jakarta über 300000 Billighäuser gebaut. Und diese dörflichen Stadtteile sind lediglich auf schmalen Wegen zu erreichen. So kann man feststellen: In der Großstadt Jakarta bleibt das ländliche Indonesien erhalten. Dennoch lässt das enorme Wachstum Indonesiens Metropole überwältigend wirken. Besonders zu den Stoßzeiten ist der Verkehr erbarmunsglos. Und dem Besucher wird auffallen, dass kaum jemand zu Fuß geht.
Wer Jakarta erkundigen möchte, kann infolge der Größe dieser Milliuonenstadt und des ausgeprägten Verkehrschaos auf Vorplanungen nicht verzichten. Wichtige Anhaltspunkte für eine Erkundung sind die vielen Denkmäler, die Präsident Sukarno in den 50er-Jahren in der Stadt errichten ließ und die an revolutionäre Märtyrer, historische Ereignisse und an die javanische Mythologie erinnern. Der Affengott des Ramayana, Hanoman, steht auf einem gewölbten Sockel in einem Kreisverkehr . Dem Unabhängigkeitskapf sind verschidene Statuen udn Denkmäler gewidmet. Weihin sichtbar erhebt sich im Zentrum des modenen Jakarta auf dem Merkeda-Platz das 137m hohe Monumen Nasional. Diese Nationaldenkmal, ein Marmorobelisk, wird von einer Flamme aus 35 kg purem Gold gekrönt. Sehenswert sind auf alle Fälle auch die Willkommensstatue (1962 für die Asienspiele errichtet) und das denkmal jugendlichen Pioniergeistes. (muskulöser Mann mit der "Fackel des Fortschritts"). Bald hat die Bevökerung den Denkmälern wegen ihres fremdartigen Aussehens und ihres ungewöhnlichen Ausmaßes Spitznamen gegeben. So heißt das Denkmal für den Pioniergeist im Volksmund "Pizza-Mann", udn die Willkommenstatue hat den Beinamen "Hänsel udn Gretel" erhalten.
Jakarta hat eine Fülle von Sehenswürdigkeiten zu bieten, die der Feriengast, der seinen Indonesienurlaub auf Jaya beginnt, nicht versäumen sollte. Eine ungemeinde Anziehung übt das Nationalmuseum aus, nicht zuletzt auch durch die Aufbwahrung des Java-Menschen, dem wertvollsten Schatz des Museums. Auch der Park Taman Mini Indonesia, Indonesien in Miniatur, lockt die Besucher an. Exotische Leckerbissen zu erschwinglichen Preisen und auch die Straßenhändler mit ihrem buten Angebot an Früchten udn Getränken machen Indonesiens Märkte im Freien immer beliebter. Elegante Arkaden udn preiswerte Märkte bieten ein weites Feld fürdie Befriedigung jeglicher Shoppinglust . Die zahlreichen Schönheitssalons sind auf Gesichtsbehandlung, Maniküre und Pediküre spezialisiert. Und javanisches Kunsthandwerk wird im Jakarta Handicraft Center angeboten.
Wer an der West- und Südküste Javas vorbeifährt, erhascht einen Blick auf den wuchtigen Vulkan Krakatau, der 1883 erstmals ausbrach. Ganz ind er Nähe liegt das Naturrreservat Ujung Kulon, eine letzte Zuflucht des fast ausgerotteten einhörnigen Java-Nashorns. Eine besondere Meeresattraktion sind die tausend Inseln in der Bucht von Jakarta namens Pulau Seribu. In einem riesigen Gebirgstal umgeben von Vulkangipfeln liegt , die Blumenstadt Indonesiens und Hauptstadt Westjavas.
Die kulturelle Wiege Indonesiens ist Zentraljava, und in keiner anderen Stadt des Inselarchipels überdeckt die Vergangenheit so stark die Gegenwart wie in Yogyakarta. Der Besucher wird sich kaum lange in der Stadt aufhalten, sondern er besucht den Shiva geweihten Tempelkomplex von Prambanan und vor allem die buddhistische Anlage Borobudur, eines der sieben Weltwunder. Der aus Stein errichtete Tempel mit ca. 55000m³ Größe, 123 m Seitenlänge und 42 m Höhe wurde Candi Borobudur genannt, der stufenweise auf den Hängen eines steilen Hügels zwischen778 und 856 n. Chr. erbaut wurde. Die insgesamt 504 Buddha-Statuen werden der Himmelsrichtung nach und ihrer Funktion und Stellung entsprechend aufgestellt. An der Ostseite nehmen die auf 1460 Reliefs dargestellten geschichten ihren Anfang. Die kunstvoll gearbeiteten Galerien türmen sich in zehn Ebenen übereinander.Die 72 durchbrochenen Miniaturstupas enthalten jeweils einen meditierenden Buddha. Insgesamt 2700 behauene Steintafeln an den Ballustraden dieses gewaltigen Komplexes stellen die Lehre Buddas dar und zeigen auch Szenen aus seinem Leben. Am 10. August 1973 begann ein umfassendes Erhaltungs- und Restaurierungsprogramm unter Aufsicht der UNESCO und ließ den Tempel in neuer Pracht erstrahlen, so dass Borobudur heute zu einem der bedeutendsten Besucherattraktionen zählt.
Hinter den Ruineen versunkener Königsreiche liegen die reichen Reisfelder Zentraljavas und das Zentrum des echten Indonesiens. Aber es gibt nicht wenige Touristen, die in Jakarta den Zug bsteigen, der von Westen nach Osten die ganze Insel durchquert, in Jogyakarte einen Abstecher nach Borobuduir unternehmen, udn dann ihre Zugreise bis nach Banyuwangi im äußeren Osten fortsetzen, um dann mit der Fähre nach Gilimanuk auf Bali übersetzen und auf dieser Insel ihren Indonesienurlaub beenden.
|
|
|